Pilgerziele auf dem Jakobsweg Schweiz

Pilgerziele in der Schweiz

Pilgerreisen bedingen eine aufmunternde, kräftigende, ja manchmal meditative Art zu wandern. Ein religiöses Motiv spielt keine Hauptrolle mehr. Sondern vielmehr sich die Zeit zu nehmen, sich an der Natur und Begegnungen zu erfreuen. An den wunderschönen Kirchen entlangzuwandern, ergibt einen Höhepunkt jeder Pilgerreise. Auch passende Übernachtungsmöglichkeiten sind auffallend leicht zu finden.

Eine Tagesstrecke sollte zirka 20 km ausmachen, diese durchwegs zu Fuß und lediglich mit den nötigsten Utensilien ausgestattet. Pilgern bedeutet, eine Reise mit leichtem Gepäck zu wandern. Smartphones scheinen hierbei praktisch zu sein, doch können diese leicht ablenken und sollten möglichst selten genutzt werden. Landkarten bewähren sich hierzu besser in Papierform. In der Schweiz werden für die Pilgerwanderung Pilgerpässe ausgegeben, die den Pilgern günstige Übernachtungen ermöglichen. 

Auf einem Ausflug zu den «Blumenreisen» sind wir auf den Jakobsweg in Rapperswil gestoßen.

Wir bereiten Ihnen gern eine Reise vor.
Im Internet eine einwandfreie Quelle;
Schweizer Jakobsweg

Nachfolgend ein paar schöne Destinationen in der Schweiz

Kloster Fischingen

Das wunderschöne Kloster Fischingen habe ich an einem Sonntag inspiziert. Wahrscheinlich wird sich nahezu jeder Pilger sofort in dessen Klosterbiergarten niederlassen und sich am hauseigenen und erfrischenden «Pilgerbier» erfreuen.

Das Pilgerbier wird nach überlieferten Rezepten aus der Brautradition der frühen Mönche und mit dem Klosterwasser von Pilgrim gebraut. 

Dieses Wasser wirkt als verbindendes Element jener zwei Welten, die die Klosteranlage vereint: die säkulare Welt mit Seminarhotel, Schreinerei, Brauerei und Schulbetrieb sowie die klerikale Welt der Benediktinergemeinschaft. 

Die Benediktiner leben in den schlichten aber schönen barocken Gemäuern. Ist der Durst eines Pilgers einmal gelöscht, werden seine Füße in der Idda-Kapelle verwöhnt, eine anmutige Kapelle im Barock- und Rokokostil. Einmal die Füße durch die Öffnung am Sarkophag der Heiligen Idda von Toggenburg gestreckt, und die Blasen verschwinden.

Im Klosterladen finden sich lokale Produkte, lesenswerte Bücher und selbstverständlich das Pilgerbier.

Das Hotel offeriert den Pilgern eine günstige Übernachtungsgelegenheit in Mehrbettzimmern mit reichhaltigem Frühstück, um sich gestärkt auf den Pilgerweg aufzumachen. Auf meinem Besuch im Juni 2023 ist ein Preis von CHF 45,- genannt worden.

Kartause Ittingen

Das ehemalige Kartäuserkloster Ittingen in der Nähe von Frauenfeld liegt leicht erhöht zwischen Rebbergen. Bis 1848 zogen sich hier Kartäusermönche zurück und konnten so ungestört ihren Alltag leben. Noch heute ist die sakrale Stimmung längst vergangener Zeiten spürbar. Zwischen den Klostermauern sind heute das Kunstmuseum Thurgau, ein Hotel, ein Hofladen und ein Restaurant untergebracht. Letzteres wird ganz im Sinne der klösterlichen Tradition der Selbstversorgung geführt und tischt Frisches aus eigener Käserei, Metzgerei, Bäckerei, der Fischzucht und dem Weinkeller auf. Überdies wächst in den paradiesischen Klostergärten reichlich Willkommenes, unter anderem der Hopfen.

Kloster St. Petersinsel

Jean Jacques Rousseau lebte auf der Petersinsel. «Ich halte diese zwei Monate für meine glücklichste Zeit – so glücklich, dass es für mein Erdendasein gereicht hätte», schrieb der Genfer Philosoph. Wir haben auch seine Wirkungsstätte in Môtiers besucht.


Das Kloster wurde im 11. Jahrhundert gegründet und bis ins frühe 16. Jahrhundert von Mönchen bewohnt. Die Bürgergemeinde Bern übernahm es und richtete schon bald erste Gästezimmer ein. Heute ist das Klosterhotel eines der schönsten historischen Hotels der Schweiz. Im Sommer laden zahlreiche versteckte Sandbuchten zum Baden ein. Auch wachsen dort feine Früchte insbesondere Trauben, woraus ein unverkennbar köstlicher Wein entsteht.

Kloster Mariastein

Es liegt südlich vor Basel und zieht jährlich Tausende von Pilgern an. Herzstück der Wallfahrten ist die in einer Felsengrotte versteckt liegende Gnadenkapelle. Ihre Legende erzählt: Ein Hirtenjunge hielt mit seiner Mutter in einer Höhle Mittagsrast. Während die Mutter schlief, schlich der Junge davon und stürzte über einen Felsen hinab. Mithilfe der Gottesmutter Maria überlebte er. Aus Dank errichtete der Vater des Jungen in der Höhle eine Kapelle.

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